Der Wunsch

Der Wunsch

Luder, kleines, ausgezogen
sitzt Du auf der Bettstatt Rand,
hast nach innen leicht gebogen
flinke Finger rechter Hand.

Reibst mit köstlichem Erschauern
durch Dein feuchtes Tal der Lust,
legst Dich stöhnend auf die Lauer,
ob Du Dich gleich bäumen mußt.

Ach, es zittert Dir der Leib
und Du wünschst mit heißem Herz
einen Freund für Dich, o Weib,
drehst die Augen innerwärts.

Matt ziehst Du Dich an und gehst
vor das Haus mit kleinen Schritten.
Wenn nur einen Mann Du sähst,
würdest Du um Dich ihn bitten.

Alles würdest Du ihm schenken,
jetzt noch, doch Verlangen schmilzt,
weicht dem alltagsrauhen Denken,
wo Hochmut gern mit Angst verfilzt.

Kommt ein Mensch mit selt’nen Gaben,
mit Seelenwarm, das lieben läßt;
wirbt um Dich, Weib, will Dich haben -
doch Du weist ihn ab und gehst…

(2008)

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