Kontaktanzeige

Kontaktanzeige

Matt ruht der Mond im Fensterlicht,
klagt lautlos seine Einsamkeit
dem Nichts, das an der Scheibe bricht
und macht das enge Zimmer weit.

Dies schöne Zimmer ist mein Heim,
hat Mauern, Dach, auch einen Zaun
doch scheint”s für jenen Wunsch zu klein,
der in mir wagt, sich aufzubauen.

Ach, wenn der Mond wie heute Nacht,
die Ecken stiehlt und manche Wand
dann tobt mein Seelensturm, entfacht
in Herz und Kopf mir Feuerbrand.

Dann such ich Dich in wirrer Sucht,
zu binden Dich, ich mach Dich mein,
ich sperr Dich ein, du bist verflucht,
für heut’ Gespielin mir zu sein.

Und morgen, wenn die Nacht uns flieht
und mit der Nacht des Mondes Schatten,
geb’ ich Dich frei und niemand sieht
die Lust mehr, die wir nächtlich hatten.

Komm, wenn das Feuer wieder sprüht,
und bring die Nacht mit, auch den Mond,
Ich stimm’ es wieder an, das Lied
deß’ Melodie nun in uns wohnt.

(2005)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>