Mona76 – erster Teil

Mona76 – I

“Hallo, ich bin Rainer”. Die dunkle Stimme des fremden Mannes teilte unverhofft die laute und eintönige Geräuschkulisse im Café. Die junge Frau mit den roten Haaren am Tresen zuckte zusammen. Er war also tatsächlich gekommen. Rainer.

“Bist Du Mona?” Unsicher drehte sie sich um, geblendet von einem Gemisch aus Gegenlicht, Zigarrettenrauch und Staub sah sie mehr einen Umriß als einen Menschen. Sie lächelte unwillkürlich, diese Situation war wie das Deja Vu eines schlechten Wildwestfilmes, wenn der Böse den Saloon betritt. Wie konnte er so zielsicher genau sie fragen, schoß es ihr kurz durch den Kopf… Schnell faßte sie sich wieder, “Ja, hi Rainer, schön Dich endlich zu sehen”. Neugierig musterte sie nun den Mann, der ihr gegenüberstand.

Rainer. Rainer aus dem Internet. Rainer der angenehme Gesprächspartner, der Charmeur, der Dom. Rainer sah aus wie… “Kaffee?” brach Rainers Stimme in ihre gedankliche Analyse. Mona schaute ihm in die Augen. Rainer sah eigentlich aus, wie jeder andere Typ auch, kein sonnengebräunter Stahlkörper, keine hünenhafte Erscheinung, aber seine Augen… “Ja Rainer, gern. Ich mag den mit Amaretto”. Mona strahlte Rainer an und Rainer lächelte sanft zurück.

“Zwei Kaffee Amaretto bitte!” Oh, Mona mochte seine Stimme. Ihr gefiel der dunkle, warme Klang. All die Gespräche, all die Diskussionen im Internet bekamen schlagartig Gestalt, als hätte jemand das Radio im Kopf gegen einen Farbfernseher getauscht.

Sie hielt inne. Was sollte sie ihm nun sagen, worüber spricht man bei so einem Treffen? Und
was, wenn sie ihm nun gar nicht gefiel. Ihr wurde heiß. Unangenehm heiß. “Ich freue mich auch, liebe Mona, daß wir uns hier sehen können. Ich war und bin sehr gespannt, welcher Mensch sich hinter Moni76 verbirgt. Und, Mona, ich hab eigentlich keinen Schimmer, worüber man bei so einem Realtreffen am besten spricht.” Mona grinste wohlwollend. Das war es, was Rainer von den anderen Internettypen so abhob, diese Selbstsicherheit, mit der er über seine Unvollkommenheit sprechen konnte. “Na da sind wir schon mal zwei” lachte sie. Sie mochte diesen Mann, sie konnte nichts dagegen tun. “Es ist wirklich schwierig”, fuhr Rainer unbeirrt fort, “wir haben uns im Chat schon längst all die Fragen beantwortet, die bei einem ersten Date zwischen zwei Menschen aufkommen könnten. Und…”, er mußte lächeln,”…und noch einige Fragen mehr”. Mona nickte. So direkt auf die Mailings über ihre erotischen Vorstellungen angesprochen zu werden, war ihr peinlich. “Und darum”, meinte er, “sollten wir vielleicht einfach gar nichts sagen und
erst mal unseren Kaffee austrinken.”

Mona war überrascht, da hatte sie sich nun im Vorfeld so schöne Sätze und Fragen zurechtgelegt und nun dieses. Gar nichts sagen. Sie sah ihn an. Rainer schaute zurück. Mit ruhigem Blick und entspanntem Gesicht. Das war es, das war das Besondere an Rainers Augen… sie strahlten Ruhe aus. Ruhe und unendliche Sicherheit. Daß Augen so etwas konnten. Mona hielt diesen so kraftvollen Augen nicht stand, senkte den Blick und gewahrte noch, wie Rainer daraufhin wohlwollend nickte.

Rainer nutzte seinen ersten kleinen Triumph, um seine Internetbekannschaft ungeniert zu
mustern. Das war also Moni76, die stets etwas fürwitzige und schlagfertige
Gesprächspartnerin mit dem gehörnten Engel im Avatar. Zierlich sah sie aus, ein blasses
Gesicht, umrahmt von kastanienrot getönten Locken und akzentuiert von einer Armee
frecher Sommersprossen. Ihren Blick hielt sie gesenkt, doch vorhin, als er in ihre Augen
sehen konnte, da sah er Feuer und Lebenslust gepaart mit unendlicher Traurigkeit, sah er
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die Frau, deren Bild sich so sehr mit dem deckte, was er hinter ihrem Avatar bereits
vermutete.
“Komm, Mona”, er legte einen Schein für den Kaffee auf den Tisch, “laß uns ein wenig
laufen. Draußen ist schließlich ein Traumwetter.” Sie sah ihn an und sagte sanft “Ja,
Rainer. Gern.”
Nebeneinander liefen sie die alte Kopfsteinpflasterstraße hinunter zum Kurpark. Längst
hatten ihre Hände den Weg zueinander gefunden, doch gesprochen hatten sie noch
immer nicht. “Mona”, Rainer machte den Anfang, “du weißt… wir wissen…voneinander
Dinge, die niemand sonst auf dieser Welt erahnt. Wir haben uns im virtuellen SM-Club
getroffen und wir haben uns heute hier kennengelernt. Das läuft nicht auf Teletubbieland
hinaus. Mona, möchtest Du mit mir den Weg versuchen, vor dem Du Dich so fürchtest und
den Dein Herz doch so sehr sucht? “Ich weiß nicht,” antwortete sie, “ich komm mir ein
bischen komisch vor. Jetzt. Wie nackt…” Seine Lippen verschlossen ihren Mund. Sie
erschrak. Wie konnte dieser Kerl… Rainer drückte sie sanft an sich, seine Zunge suchte
ihren Weg durch Monas Lippen, sie stemmte sich noch einmal gegen diesen
Überraschungsangriff, dann gab sie ihm nach. Schloß die Augen. Ließ sich fallen in diesen
Kuß.
Ich will mich nicht wehren, tadelte sie sich in Gedanken, ich will seit einer Stunde, daß er
genau das tut. Ich mag Rainer, ich… Rainers Hand rief sie in die Realität zurück, als sie
sich unter ihr Kleid schob und ihre Pobacke knetete. Noch immer spielten ihre Zungen
miteinander. Mona drückte sich an ihn, wollte erneut in seinem Kuß versinken, als ein
spitzer Schmerz ihren Hintern traf. Rainers gerade noch knetende Hand hatte
zugeschlagen. Sie riß überrascht die Augen auf, doch Rainer sah sie nur ruhig an und
befahl sanft: “Küß mich weiter, Mona, küß mich weiter”. Mona folge, sie schloß die Augen
und gab sich seiner Zunge hin – zack, klatschte Rainers Hand auf die andere Pobacke. Sie
zuckte, doch er hatte einen eindeutigen Befehl gegeben. Küß mich weiter. Zack. Zack.
Mona küßte, suchte seine Zunge, saugte sie ein und ergab sich. Rainer hatte seine
Umarmung gelockert und auch die andere Hand unter ihr Sommerkleid geschoben, um
Mona von ihrem Tanga zu befreien. Beunruhigt öffnete sie die Augen, hielt inne und
schaute sich um. Der Kurpark. Die Leute. Doch es war still um sie herum, geschickt hatte
Rainer sie über einen Trampelpfad in eine verwilderte Ecke des Parks dirigiert, während
sie noch händchenhaltend spazieren gingen. “Küssen.” Rainer verlieh seiner Stimme
Nachdruck. “Ja, Rainer”.
Rainers Hände haben ihr Höschen zwanzig Zentimeter nach unten geschoben. Er
unterbrach den Kuß und befahl: “Steig aus dem Höschen. Und denk dran, dein Befehl
heißt Küssen.” “Ja aber…” “Kein Aber. Du wirst mich küssen und dabei aus dem Tanga
steigen. Ich werde Dich halten.”
Monas Tanga rutschte auf die Erde, sofort war Rainers Hand zur Stelle, rieb mit zwei
Fingern ihre inzwischen klatschnasse Spalte, suchte den Weg zu ihrem Lustzentrum.
Mona stöhnte auf, ihr Becken begann, sich Rainers Hand entgegenzudrehen und Rainer
spielte mit, dirigierte seine Finger über ihre kreisende Möse. “Ahhhhh”, entfuhr es ihr
ziemlich laut. Da verschwand die lustspendende Hand. Klatsch – krachten 5 Finger auf
ihren Po. “Du hast das Küssen vergessen”, knurrte Rainer. “Zieh dein Kleid aus.” Mona
war geil. Der Kurpark interessierte sie nicht mehr. Sie schwomm auf ihrer Erregung und
die Gewißheit, daß endlich mal etwas passiert, daß da noch so viel mehr kommen kann,
ließ sie innerlich glühen. Mit zwei geschickten Bewegungen fiel das Kleid ins Gras und
Mona stieg heraus. Bebend stand sie vor Rainer und Rainer betrachtete sie. Zwei
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verschwitzte Strähnchen ihres Haares hatte den Weg in ihr Gesicht gefunden, ihre Brüste
waren rund und fest mit zusammengezogenen Warzen und harten Nippeln. Ein
Schweißtropfen hat von ihrer Brustfalte den Weg zu ihrem Nabel markiert. Mona hatte
keine Schambehaarung, ihre Möse glänzte seidig und ein weiterer Tropfen, der sicherlich
nicht einer Schweißdrüse entsprang, zog eine Spur über ihren Innenschenkel.
“Mona,” sagte er, “du bist ein attraktives Wesen und du gefällst mir.” Monas Erregung
mischte sich mit Stolz und Freude. Er mochte sie wirklich, sie sie kleine, sommersprossige
Mona. “Danke, Rainer.”, antwortete sie leise. “Komm, wir wollen ein Spiel spielen, ich will
sehen, wie heiß du wirklich werden kannst.” Damit zog er ein dunkles Tuch aus seiner
Jackentasche und verband ihr die Augen. Mona zitterte lustvoll, als er ihr erneut über ihre
rasierte Scham strich. “Kannst Du etwas sehen?” “Nein, Rainer, nichts” “Gut. Mona, ich
möchte nun, daß Du es Dir selbst besorgst. Ich will sehen, wie du bebst und will hören,
wie du stöhnst, wenn Du kommst. Für mich kommst, Mona. Nur für mich. Fang an, Mona,
ich will dich sehen.” Mona stockte kurz, das war neu für sie. Sie sah nichts. Und sie kannte
Rainer doch kaum. “Fang an, Mona, bitte, ich warte. Die dunkle Stimme ließ sie kurz
schauern, ja, verdammt, sie war geil und sie wollte es tun. Für Rainer, für seine Stimme,
für ihre Lust… Vorsichtig setzte sie sich nieder, spreizte ihre Beine und begann mit der
rechten Hand ihre Geilheit auf ihrer Möse zu verschmieren. Leise stöhnte sie auf, als der
Zeigefinger das kleine Hautsegel über ihrem Kitzler verschob. Weiter, immer weiter trieb
die Lust ihre Hand, längst schon war vergessen, daß sie mit verbundenen Augen vor
einem fremden Mann masturbierte. Es war schließlich Rainer – ihr Rainer und er hatte ihr
diese Lust erlaubt, die sie sich selbst nicht gestattet hätte. “Rainer…uhh, Rainer…ich,
ich…ahhhh!” Laut und schamlos schrie sie ihren Höhepunkt in den Park. Ein letztes
Aufbäumen und ihre Muskeln wurden weich. Japsend sackte sie zusammen. So war sie
lange nicht gekommen, das war so anders als all sie kleinen Momente zu Hause auf der
Couch. “Danke, Rainer”, flüstere sie, “danke daß ich so kommen durfte. – Rainer, ich
möchte Dich ansehen, darf ich das Tuch abnehmen? Bitte?” – Die Antwort blieb aus.
Es war still. Vögel zirpten und sie konnte den Lärm der naheliegenden Hauptstraße
gedämpft durch die Bäume erahnen. Dann hörte sie ferne Stimmen. STIMMEN? Jetzt erst
wurde ihr gegenwärtig, daß sie nackt mit gespreizten Beinen und verbundenen Augen in
der öffentlichen Grünanlage einer Kleinstadt kauerte und soeben einen lautstarken
Orgasmus hatte. Aber wo war Rainer! “Rainer?” fragte Mona noch einmal zögernd in ihre
kleine Dunkelheit hinein. Keine Antwort. Mona lupfte das Tuch ein wenig und erschrak. Sie
war allein. Rainer war fort. Sie hatte sich nackt im Park für ihn befriedigt, doch er war
gegangen. Wut stieg in Mona hoch. “Mistkerl!” zischte sie leise. Aber schnell glätteten sich
ihre Gesichtszüge und sie mußte lächeln: “Oh Mann, war das geil!” sagte sie laut in das
Rauschen der Bäume, “war das geil”. Behende drehte sie sich um, griff ihr Kleid und
schlüpfte hinein…

“Sie haben Post.” Die nervige Stimme vom Onlinedienst meldete sich, als Mona sich ins
Internet einwählte. Unwirsch klickte sie den Mailbutton, überzeugt davon, wieder endlose
Werbung zum Löschen markieren zu müssen. Doch da war diese seltsame Mail.
Absendername: ”Rainer X”. Eine Woche ist es her, doch nun war alles wieder da, wieder
lebendig. Die Lust, der Park, die Wut und diese undefinierbare Überzeugung, daß es so
doch nicht alles gewesen sein konnte. Ihre Finger zitterten, als sie die Nachricht anklickte:
Liebe Mona, ich möchte Dich übermorgen punkt Zwei im Cafè treffen. Bitte schlage mir
vor, wie ich Dich dafür bestrafen soll, daß Du ohne Erlaubnis nach Deinem Orgasmus
gegangen bist. Lieben Kuß, R.

Mona lachte leise in sich hinein, sie lehnte sich entspannt und glücklich zurück und
vergrub ihre Gedanken tief in den noch unerforschten Abgründen ihres Ichs.

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